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„Der Kormoran und der Stern“
Es war einmal ein Kormoran. Er flog gerade während der nächtlichen Dämmerung über einen See. Das Wasser war ruhig, und es widerspiegelte sich darin der darüberliegende Himmel.
Der Kormoran entdeckte in diesem Spiegel das Funkeln eines Sterns. Er dachte, das sanfte Flimmern in den Wellen sei ein Fisch , stürzte sich ins Wasser und versuchte, ihn tauchend einzufangen. Natürlich hatte der Kormoran keinen Erfolg. Und doch stürzte er sich hartnäckig immer wieder hinab. Er war in dem Glauben, durch stetes Bemühen allein schliesslich sein Ziel zu erreichen.
Am Ende war er so wütend und frustriert, dass er sich schwor, nie wieder nach einem Fisch zu tauchen. Von da an weigerte sich der Kormoran standhaft, nach Fischen zu tauchen, auch wenn er ein elendes Hungerdasein fristete, auf einer Diät von kleinen Krebsen, Garnelen und Muscheln, die er am Ufer fand.
Er weigerte sich zu fischen, da er annahm, diese seien zu unmöglich zu fangen wie der Stern auf dem Wasser.
Entnommen aus dem Buch „Hypnose lernen“ von Dirk Revenstorf
Warum helfen hypnotische Suggestionen manchmal und bleiben manchmal wirkungslos?
Als Voraussetzungen dafür, dass hypnotische Suggestionen Menschen erreichen und innere Veränderungsprozesse auslösen können, würde man zunächst hinreichende Hypnotisierbarkeit, eine entschiedene und positive Erwartung bezüglich der Behandlung, unter Umständen auch einen gewissen Leidensdruck und einer guten Beziehung zwischen Hypnosecoach und und dem Klienten erwarten. Unter diesen Bedingungen kann im Allgemeinen eine hypnotische
Trance hergestellt werden.